Fondation Beyeler, Riehen/Basel | Roni Horn

Publiziert am 09. Dezember 2016

Einen Querschnitt durch die letzten 20 Jahre ihres Schaffens präsentiert die amerikanische Künstlerin Roni Horn in der Fondation Beyeler: Fotografien, Arbeiten auf Papier und Glas-Skulpturen. Die Ausstellung wurde eigens für die Räume des Museums entwickelt, manche Werke werden erstmals gezeigt.

Roni Horn | Fondation Beyeler, Baselstrasse 101, 4125 Riehen | Bis 1. Januar 2017 | Führung durch die Ausstellung mit der Gender-Forscherin Andrea Zimmermann: 14. Dezember 2016 um 18.30 Uhr.

Identität und Wandelbarkeit
Im Zentrum des Schaffens von Roni Horn stehen die Ideen der Identität und Wandelbarkeit. Die Arbeiten geben zu erkennen, dass das, was man sieht, nicht unbedingt das ist, was man zu sehen glaubt. Horn gelingt es, feste Zuschreibungen subtil auszuloten und Veränderlichkeit und Vielfältigkeit zur Anschauung zu bringen. Es ist daher kein Zufall, dass sie Materialien wie Glas verwendet oder Motive wie das Wasser oder das Wetter aufgreift, die vielschichtig sind und deren Gestalt und natürlicher Zustand steten Veränderungen unterliegen. Horns Werke lassen solche Überlegungen sinnlich erfahrbar werden.

Ewige Liebe Island
Roni Horn wurde 1955 in New York geboren und wuchs in Rockland County im Bundesstaat New York auf. Ihr Kunststudium absolvierte sie an der Rhode Island School of Design und an der Yale University. Seit vielen Jahren wird Horns Werk in Einzelausstellungen in wichtigen Museen moderner und zeitgenössischer Kunst in den USA und in Europa gezeigt. Zwanzigjährig reiste Roni Horn zum ersten Mal nach Island, die Insel, die für ihr künstlerisches Schaffen eine besondere Bedeutung erhalten sollte. Seit 1979 besucht sie Island regelmässig. Die einzigartig schroffe Landschaft, die ungemein wechselhaften Wetterverhältnisse und die Abgeschiedenheit sind wesentliche Quellen ihrer Inspiration. Für Horn ist Island: «Gross genug um sich zu verlieren. Klein genug um mich zu finden.»

Stabilität und Veränderung zugleich
Am Mittwoch, 14. Dezember 2016, lädt die Gender-Forscherin und Literaturwissenschaftlerin Andrea Zimmermann zu einem Rundgang durch die Ausstellung ein, die sie unter folgenden Fragestellungen betrachten will: Wie lotet Roni Horn das Spannungsverhältnis zwischen Identität und Wandelbarkeit in ihren verschiedenen Arbeiten aus? Wie gelingt es ihr, mit verschiedenen Medien Stabilität und Veränderung zugleich zu thematisieren?

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