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Innerschweizer Filmpreis 2019 | Die Preisfeier

Publiziert am 11. März 2019

Mit Preisen im Wert von über einer halben Million hat die Albert Koechlin Stiftung das Innerschweizer Filmschaffen geehrt.

Unter der souveränen Moderation von Monika Schärer, Kultur- und Reisemoderatorin aus Zürich, musikalisch stimmungsvoll umrahmt durch den Luzerner Jazzgitarristen Christy Doran, wurden 15 Preisträger*innen mit insgesamt 540 000 Franken beglückt. Marianne Schnarwiler, Geschäftsführerin der Albert Koechlin Stiftung, überreichte die persönlichen Preistrophäen in der Gestalt einer Art filmischen Diploms.
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Freude herrscht am 2. Innerschweizer Filmpreis. Moderatorin Monika Schärrer (links) mit Lena Mäder, die mit 15 000 Franken und Lorenz Wunderle, der mit 50 000 Franken geehrt wurde.

Preise zur Stärkung der Filmlandschaft Innerschweiz
Geleistetes anerkennen, kontinuierliches Schaffen unterstützen, neue Projekte ermöglichen: Mit diesen Zielsetzungen lancierte die Albert Koechlin Stiftung nach der ersten Austragung im Jahr 2017 die zweite Ausgabe zum Innerschweizer Filmpreis. Am Samstagabend wurden in Luzern vor 240 geladenen Gästen aus Kultur, Behörden und Medien die Preise für die überzeugendsten Produktionen aus den Jahren 2017 und 2018 überreicht sowie die Preissummen bekannt gegeben. Die Gesamtpreissumme beträgt stolze 540’000 Franken. Was umso bemerkenswerter ist, dass die Gewinnchancen bei 15 Geehrten auf 33 Eingaben besonders hoch ist.
Etwas schade ist, dass die Stiftung nicht eine zusätzliche Kategorie schafft, in der Filme geehrte werden, die die Innerschweiz zum Thema haben, unabhängig davon, wer diese Projekte realisiert hat.

Charmante Worte des Präsidenten
In seiner Begrüssungsansprache vor zahlreicher Prominenz aus Politik, Behörden, Kultur und Medien aus der Region und der ganzen Schweiz betonte der Stiftungsratspräsident der Albert Koechlin Stiftung, Peter Kasper, wie schwierig die Rahmenbedingungen für Filmschaffende in der Innerschweiz anerkanntermassen sind. «Im Sinne ihres Engagements für die Innerschweizer Kultur hat sich die Albert Koechlin Stiftung daher entschieden, die Filmlandschaft Innerschweiz mit zwei Preisausschreibungen zu stärken. Die beiden Wettbewerbe zum Innerschweizer Filmpreis und zum Innerschweizer Nachwuchs- Kurzfilmwettbewerb bilden eine Ergänzung zu den Filmförderungs-Zielen der Innerschweizer Kantone.»

Grusswort der Politik
In seiner Grussbotschaft verdankte Regierungsrat Michael Stähli, Bildungsdirektor des Kantons Schwyz und Präsident der Bildungsdirektoren-Konferenz Zentralschweiz das Engagement der Albert Koechlin Stiftung. Was die Stärkung der Filmförderung in der Zentralschweiz generell betrifft, sei der Handlungsbedarf erkannt. Es gelte, den begonnenen Prozess weiter zu führen.
Die Aussensicht gab Rachel Schmid, Ko-Geschäftsführerin der Stiftung Weiterbildung Film und Audiovision FOCAL, wieder: «Bei meiner Tätigkeit im Ausland stelle ich immer wieder fest, wie präsent das Innerschweizer Filmschaffen im Ausland und auf internationalen Festivals ist. Es liegt hier ein Potential vor, das durch geeinte Anstrengungen der Region Zentralschweiz noch stark gesteigert werden könnte».

Die Juryarbeit
Im Namen der unabhängigen Fachjury stellte deren Vorsitzender Christoph Lichtin fest: «Das Innerschweizer Filmschaffen lebt und wird zunehmend wahrgenommen, wie auch die eindrücklichen Kino- und Festivalkarrieren mehrerer Filme zeigen». Man merke deutlich, dass vor Ort mit der Hochschule Luzern – Design & Kunst ein Ausbildungsstandort für Animations- und Dokumentarfilm bestehe, der um künstlerische Autorenschaft bestrebt ist und dass mit Zodiac Pictures die erfolgreichste Produktionsfirma der Schweiz hier beheimatet ist. Gemäss Lichtin sei die Juryarbeit ausserordentlich spannend und intensiv gewesen und habe viele Entdeckungen und auch eindrückliche Seherlebnisse ermöglicht. Die 15 Preisträger*innen und deren Leistungen wurden anschliessend durch die Jurymitglieder einzeln gewürdigt.

Die öffentlichen Aufführungen
Mehrere ausverkaufte Vorstellungen, mit anschliessenden Filmgesprächen, bewiesen das Interesse am lebendigen regionalen Filmschaffen. Für Martino Froelicher, Projektleiter der Albert Koechlin Stiftung, ist die zweitägige Veranstaltung auf sehr gutem Weg dazu, zur fixen Grösse im Innerschweizer Kulturleben zu werden. «Film bewegt, emotional und gedanklich. Unser Ziel ist es, dem Innerschweizer Filmschaffen eine erhöhte Aufmerksamkeit zu ermöglichen». Für Simon Koenig, Geschäftsführer Filmbüro Zentralschweiz, war das Filmpreis-Wochenende ein Erfolg: «Der Innerschweizer Filmpreis der Albert Koechlin Stiftung bietet einen idealen Rahmen, um die Vielfalt und die hohe Qualität des hiesigen Filmschaffens einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.»

Die Rahmenveranstaltung
Im Filmcafé boten über 20 Expert*innen an sechs verschiedenen Panels, Podien und Filmtalks die Möglichkeit, über die Gegenwart und Zukunft des Innerschweizer Films zu diskutieren und Wissen zu vermitteln. Vom Animations-Ausbildungsplatz, über technische Innovationen im Bild und Tonbereich (Drohnenkameras, Immersive Sound), Begegnungen mit Filmschaffenden und ihren Protagonist*innen, bis zur Zukunft der Filmkritik im digitalen Zeitalter wurde das Interesse des filminteressierten Publikums und der Branche geweckt. Ein Podiumsgespräch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Film zum Stand der Dinge in der regionalen Filmförderung rundete das Angebot ab und gab Einblick in den Stand der Diskussion. (Sehen Sie dazu demnächst einen zusätzlichen Videobericht von arttv.ch)

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Der 2. Innerschweizer Filmpreis fand am 9. und 10 März 2019 in Luzern statt. Er wird alle zwei Jahre vergeben.

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