Kunst/ArchitekturDesignKunstKunst-SzeneFotografie

Player laden ...

Ausserrhodische Kulturstiftung | Werkbeiträge 2014

Publiziert am 16. Dezember 2014

Die Ausserrhodische Kulturstiftung vergab für 2014 neun Werkbeiträge, dotiert mit je 10'000 Franken. Juriert wurde in den Sparten Literatur/Theater/Tanz, Musik sowie Bildende Kunst und Architektur. Mehr lesen

Bauen und Medien
Die Arbeitsgruppe Kunst und Architektur vergab drei Werkbeiträge – erstmals seit langem wieder einmal im Bereich Architektur. Kreuzgiebel? Webkeller? Fensterreihen? Ein Doppel-Werkbeitrag geht an Rahel Lämmler und Roman Häne für eine Forschungsarbeit rund um Profanbauten im Appenzellerland. Sie wählen dafür einen subjektiven Ansatz, bei dem u.a. gesellschaftliche Einflüsse auf die Architektur eine zentrale Rolle spielen. Roman Häne (1980) ist Landschaftsarchitekt in Waldstatt und hat sich vielfältig mit der appenzellischen Landschaft und Gartenkultur auseinandergesetzt. Rahel Lämmler (1975), in Speicher aufgewachsen, ist u.a. als Leiterin des Projekts «Bauen im Dorf» oder der Werkpräsentation des Architekten Johannes Waldburger bekannt geworden. Einen weiteren Werkbeitrag erhält der junge Künstler Steven Schoch. Schoch (1987) setzt sich mit Medien auseinander: Popmusik, Internet, You Tube usw. Seine Arbeiten, zum Teil als Performance gestaltet, reflektieren mediale Mechanismen und Repräsentationsformen, kommentieren und kritisieren aktuelle gesellschaftlich um sich greifende Phänomene. Steven Schoch erhält zum ersten Mal einen Werkbeitrag der Kulturstiftung.

Autorin und Dialekt-Spieler
Die Jury der Sparten Literatur, Theater und Tanz vergibt ihre Beiträge 2014 an die junge Autorin Laura Vogt und den Schauspieler Philipp Langenegger. Laura Vogt (1989), in Speicher aufgewachsen, studiert am Literaturinstitut in Biel und arbeitet, nach einer Reihe verstreuter Publikationen, an einem Roman mit dem Titel «Gang», einer konfliktreichen Beziehungsgeschichte mit welthaltigen Bezügen – unter anderem spielt die Geschichte vor dem Hintergrund der Unruhen in Ägypten. Laura Vogt wird von der Jury als sprachmächtige und bildstarke Erzählerin gewürdigt, die zu grossen Hoffnungen Anlass gebe. Philipp Langenegger (1976), Urnäscher in Berlin, ist einem breiten Publikum durch seine Leseprogramme «E Hampfe Originaal», «Sonnesiits ond schattehalb» und «Vo Ärbet, Gsang ond Liebi» bekannt geworden. Sein neustes Projekt «Narregmänd» ist aktuell zu sehen. Langenegger verkörpere den Typus des «Volksschauspielers» perfekt, schreibt die Jury und honoriert mit dem Werkbeitrag seine erfolgreichen Bemühungen, Texte aus älterer Zeit im Originaldialekt einem heutigen Publikum zu vermitteln.

Sänger auf dem Karrieresprung
In der Sparte Musik kommen vier Männer zum Zug. Der Cellist Stefan Baumann (in Teufen, Jahrgang 1974) erhält den Förderbeitrag für sein unermüdliches Forschen an der Schnittstelle zwischen Musik und Technik sowie seine Präsenz in der hiesigen Musikszene mit wechselnden, spartenübergreifenden Künstlerprojekten. Zum zweiten Mal in den Genuss eines Beitrags kommt der in Heiden aufgewachsene Pianist Fabian M. Mueller (1983). Sein vielfältiges Schaffen als Komponist und Interpret und die Entwicklung seines ureigenen Jazz-Stils überzeugten die Jury. Zwei weitere Beiträge gehen an junge Sänger, beides Absolventen der Kantonsschule Trogen und heute auf dem Karrieresprung. Bereits einen klingenden Namen geschaffen hat sich der in Teufen aufgewachsene Bariton Manuel Walser (1989), der nach dem Studium in Berlin inzwischen u.a. an der Wiener Staatsoper tätig ist. «Seine stimmliche und interpretatorische Reife bleibt für sein Alter erstaunlich und wird international stark wahrgenommen», hält die Jury fest. Mit dem Tenor Benjamin Berweger (1986) wird zudem ein Newcomer gefördert, der in der Klassik wie in der Volksmusik zuhause ist und dessen elegante und ausdrucksvolle Stimme einen Bogen zwischen den Welten der Zäuerli und den Bühnen der Welt spannt.

Artist in Residence in Porto
Nach der Künstlerin Birgit Widmer und dem Fotografen Georg Gatsas geht das dritte Artist-in-Residence-Stipendium von Ausserrhoden an den in Heiden aufgewachsenen Grafiker Fabian Harb (Jahrgang 1988). Er plant zusammen mit der Grafikerin Nina Paim in der portugiesischen Stadt Porto ein gesellschaftlich-künstlerisches Langzeitprojekt – die Casa do Câmbio. Das Projekt reagiert auf die ökonomische Krisensituation der Stadt und entwickelt in einem leerstehenen Gebäude eine Plattform des Tausches – Dinge gegen Dinge, Hilfe gegen Ratschläge, Wissen gegen Fähigkeiten. Neben den Aktivitäten vor Ort (Veranstaltungen, Internet-Plattform, Publikation) werden die Ergebnisse des Projekts und das entstehende Netzwerk auch in Ausserrhoden präsentiert. Das 2012 etablierte Artist-in-Residence-Stipendium von Kanton und der Ausserrhodischen Kulturstiftung ermöglicht Kunstschaffenden aus diversen Sparten für einige Monate an einem Ort ihrer Wahl eine auf diesen Ort ausgerichtete Arbeit zu verfolgen. Professionalität im künstlerischen Schaffen und in der Organisation des Aufenthalts sind wesentliche Kriterien – zudem wird das Ergebnis nach der Rückkehr in geeigneter Form im Kanton vorgestellt.

weniger lesen

Ausserrhodische Kulturstiftung | Die offizielle Vergabe der Werkbeiträge 2014 fand am 10. Dezember 2014 in der Kantonsschule Trogen statt.

1.1 Videobericht als Web-Movie
Sie können unsere Videos kostenlos mittels Embed-Code in Ihre Website einbinden. Regelmässiges und mehrmaliges Einbinden von art-tv Videos in eine andere Website als art-tv.ch bedarf unserer Zustimmung.

1.2 Web-Video auf Datenträger
Sie können einen unserer Web-Videos für 35.- Franken plus 5.- Handling auf einer CD bestellen. Es gelten dieselben Bestimmungen wie unter Punkt 1.1.

1.3 Videobericht hochauflösend
Möchten Sie den Bericht in Kinoqualität besitzen oder diesen weiterverarbeiten? Gerne erstellen wir für Sie eine Daten-DVD im gewünschten Format (MPG/DV o.ä.) für Fr. 250.- Franken. Ohne weitere Angaben erhalten Sie den Trailer im Formt DV Pal.

1.4 Kopie des Rohmaterials
In begründeten Fällen können wir Ihnen das gesamte Rohmaterial im gewünschten Format zur Verfügung stellen. Eine digitale Kopie kostet 280.- Franken*. Ist das Originalmaterial noch auf Digitalkassetten gespeichert kostet das Kopieren der ersten 100 Minuten (oder 2 DV-Bänder) insgesamt 280.- Franken, jede weitere Stunde derselben Produktion 50.- Franken*. Wünschen Sie ein anderes Format, oder haben Sie andere Fragen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

1.5 TV und Film
Für TV-Sender oder für Filmprojekte bestehen spezielle Regelungen, bitte kontaktieren Sie uns diesbezüglich. (+41 (0) 76 337 59 99)

Rechtliches
Der Bericht und das Videomaterial dürfen nur für den Eigenbedarf verwendet werden und nicht an Dritte abgegeben oder verkauft werden. Eine andere Einbindung in eine Website als über den Embed-Code ist u.U. kostenpflichtig. Die Tarife werden im Einzelfall ausgehandelt.

Preise exkl. MwSt

* Pflichtfeld

Kulturnachrichten

  • Kunst

    Das Kunstmuseum Luzern konnte 2019 einen neuen Besucher*innenrekord verbuchen.

  • Kunst

    120 Meisterwerke aus dem Goldenen Zeitalters des Fotojournalimus von 1932 bis 1989. Mehr als nur ...

  • Kunst

    Tanzen im Museum – mit Silent Disco und Videoscreenings …

  • Kunst

    Arnold und Urs Odermatt in der Kunsthalle Ehrfurt

  • Kunst

    Das Kunsthaus Zürich zeigt italienische Meisterzeichnungen

  • Kunst

    Das Kunsthaus Zürich setzt Bauhaus, Dada, die Neue Sachlichkeit sowie Design- und ...

Unser eMagazin

CLICK 2020/01
CLICK 2019/12
CLICK 2019/11

arttv Partner

Schweizer Kunstverein

Wettbewerbe

5x2 Tickets | Spielfilm | La vérité

2x2 Tickets | Konzert | Jazz | Rabih Abou-Khalil | Moods | Zürich

20x2 Eintritte | Ausstellung | Blumen für die Kunst | Aargauer Kunsthaus | Aarau

5x2 Eintritte | Ausstellung | Lee Krasner | Living Colour | Zentrum Paul Klee | Bern

5x2 Tickets & 3 Bücher | Spielfilm | J'accuse

2x2 Tickets | Bodyguard - Das Musical | Theater 11 | Zürich

Kulturvermittlung unterstützen

Jetzt Mitglied werden