Coalmine Fotogalerie Winterthur | Asynchron I–X | Jules Spinatsch
Coalmine Fotogalerie Winterthur | Asynchron I–X | Jules Spinatsch | © Coalmine Fotogalerie Winterthur | Asynchron I–X | Jules Spinatsch

Coalmine Winterthur | Asynchron I–X | Jules Spinatsch

Publiziert am 04. Februar 2014

Seit 2013 arbeitet Jules Spinatsch an einer neuen Werkserie mit dem Titel ASYNCHRON I – X. Sie befasst sich mit exemplarischen Stationen aus der Geschichte der Nuklear-Technik nach dem 2. Weltkrieg.
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Computergesteuerte Kamera
Eine Hauptinstallation der Ausstellung von Jules Spinatsch (* 1964, Davos) in der Fotogalerie Coalmine zeigt fotografische Aufnahmen vom Reaktor-Innenleben des 1978 in Zwentendorf/Österreich fertig gebauten Atomkraftwerkes, dessen Inbetriebnahme durch eine Volksabstimmung verhindert wurde. 34 Jahre später schickte Spinatsch eine computergesteuerte Kamera auf die Reise zum Ort der Kernspaltung. Die Ausstellung zeigt den aktuellen Zwischenstand des Projektes. Die fotografische Studie wurde mit dem Jurypreis des Greenpeace Photo Award ausgezeichnet.

Mirage und Nuklearbomben
Für die Ausstellung fügt Spinatsch verschiedene Beobachtungen und fotografische Dokumente rund um technisch-militärische Errungenschaften während der Zeit des Kalten Krieges zusammen. Die Werkreihe ASYNCHRON I-VI erzählt eine Geschichte der Nuklear-Technologie in 6 Kapiteln. Das 1. Kapitel widmet Spinatsch dem Militärflugzeug «Mirage» (oder dem Traum, mit der Bombe nach Moskau zu fliegen) und deckt dabei den meisten Schweizern unbekannte Gegebenheiten auf. Um sich vor den Russen zu schützen, brauchte es ein geeignetes, höchst modernes Transport-Vehikel, den Mirage-Kampfjet. Der französische Hersteller musste die Flugzeuge mit den gewünschten sehr kostspieligen Tragvorrichtungen für die Nuklearbomben modifizieren. Das 2. Kapitel widmet sich dem GAU (nukleare Explosion) im Versuchs-Leistungsreaktor bei Lucens/VD. Der Traum der Schweizer Maschinenindustrie, mit einem eigenen Kernreaktor auf dem Weltmarkt mithalten zu können, zerschlug sich 1969. Der Reaktor in unterirdischen Tavernen wurde nach dem als GAU klassifizierten Vorfall versiegelt.

Greenpeace Photo Award
Nach der erfolgreichen ersten Ausgabe wird der Greenpeace Photo Award erneut ausgeschrieben. Professionelle Fotografinnen und Fotografen können sich bis zum 15. April 2014 auf www.photo-award.org anmelden.

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Coalmine Winterthur | Asynchron Zwischenstand | von Jules Spinatsch | bis 28. März 2014

Veranstaltung | 25.02.2014, 19 Uhr | GREENPEACE & COALMINE ABEND | Führung durch die Ausstellungen und Podiumsdiskussion: «Kann Fotografie die Welt verändern?»

Die Podiumsdiskussion spannt einen Bogen zwischen Fotografie und Umweltarbeit. Nebst den Fotografen kommen auch Greenpeace-Kampagnenverantwortliche zu Wort.

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