Flucht oder Todesstrafe |  «In Iran, we don‘t have homosexuals, like in your country.»
Flucht oder Todesstrafe | «In Iran, we don‘t have homosexuals, like in your country.» | © Flucht oder Todesstrafe | «In Iran, we don‘t have homosexuals, like in your country.» | Laurence Rasti

sic! Raum für Kunst Luzern | Laurence Rasti | «Il n’y a pas d’homosexuels en Iran»

Publiziert am 14. April 2017

Die Genfer Fotografin Laurence Rasti (*1990) präsentiert vom 13. Mai bis 1. Juli 2017 im sic! Elephanthouse unter dem Titel «Il n’y a pas d’homosexuels en Iran» ein eindrückliches fotografisches Porträt über geflüchtete homosexuelle Iranerinnen und Iraner in der türkischen Stadt Denizli.
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Flucht oder Todesstrafe
«In Iran we don‘t have homosexuals like in your country.» Diese Aussage machte der damalige iranische Präsident Mahmud Ahmedinedschad bei einem Auftritt an der Columbia University New York im September 2007. Seither hat sich im Iran nicht viel geändert. Noch immer ist Homosexualität illegal, noch immer gilt dafür die Todesstrafe. Homosexuellen Personen bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder sie unterziehen sich einer geschlechtsangleichenden Operation – Transsexualität ist straffrei, wird aber als Krankheit angesehen – oder sie fliehen.

Abseits der Öffentlichkeit
Laurence Rasti, die in Genf aufgewachsene Fotografin mit iranischen Wurzeln, beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit Fragen nach kultureller Identität und Gender. Im Rahmen einer Recherche für ihre Masterarbeit an der Ecole cantonale d’art de Lausanne (ECAL) stösst sie auf die Transitstadt Denizli in der Türkei. Dort leben hunderte homosexuelle Iranerinnen und Iraner, die sich in der Hoffnung auf ein Leben, in welchem sie ihre Sexualität frei ausleben können, für die Flucht entschieden haben. Die entstandene Fotoserie mit dem Titel «Il n’y a pas d’homosexuels en Iran» portätiert diese Menschen auf eindringliche und gleichzeitig zurückhaltende Weise. Die Porträts zeigen Einzelpersonen und Paare in intimen Situationen. Um anonym zu bleiben, wenden sie sich teilweise von der Kamera ab oder suchen Schutz hinter Bäumen oder Kleidungsstücken. Einem persönlichen dokumentarischen Ansatz folgend, gibt Laurence Rasti Personen ein Gesicht, deren Geschichten sich im Versteckten und abseits der öffentlichen Wahrnehmung abspielen.

Laurence Rasti
Laurence Rasti (*1990, Genf) studierte von 2011–2014 an der ECAL in Lausanne Fotografie und macht aktuell einen Master an der HEAD in Genf. 2016 wurde sie mit dem Swiss Design Award ausgezeichnet. Ihre Arbeiten wurden in verschiedenen Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Bei sic! Raum für Kunst realisiert sie ihre erste Einzelausstellung.

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sic! Raum für Kunst Luzern | Laurence Rasti | «Il n’y a pas d’homosexuels en Iran» | bis 1. Juli 2017 | Sommerfest: Samstag, 1. Juli 2017

Die Ausstellung ist eine Co-Produktion von sic! Raum für Kunst und dem Photoforum Pasquart und ist von September bis November im Photoforum in «Disruptive perspectives » zu sehen.

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