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Kunstmuseum St.Gallen | Gerard Byrne

Publiziert am 09. Juni 2015

Erstmals in der Schweiz zeigt das Kunstmuseum St.Gallen das Werk des international renommierten Multimediakünstlers Gerard Byrne. In über 300 Minuten Filmmaterial thematisiert er historische Ereignisse – stets mit einem Augenzwinkern.

Gerard Byrne | Kunstmuseum St.Gallen | 6. Juni bis 13. September 2015

Verlauf der Gegenwart
Die Beweggründe für seine Arbeit fasst der 1969 geborene irische Foto-, Video-, und Performance-Künstler Gerard Byrne wie folgt zusammen: «Mich interessiert, wie in unserer Kultur die Idee von Gegenwart entsteht. Wie wird Gegenwart kulturell dargestellt und wie verändert sich diese im Laufe der Zeit». Nach zahlreichen internationalen Einzelausstellungen bietet das Kunstmuseum St.Gallen mit der umfangreichen Ausstellung «A Late Evening in the Future» erstmals in der Schweiz die Möglichkeit einer vertieften Begegnung mit dem Werk eines herausragenden Vertreters der Gegenwartskunst. Dabei verweist bereits der Titel auf die unterschiedlichen Zeitebenen, die in Byrnes raumgreifenden Arbeiten aufeinandertreffen, um Gegenwart zu konstituieren.

Mehr als nur Dauerloop und Blackbox
Der räumlichen Inszenierung seiner komplexen Multimedia-Werken galt seit jeher ein grundlegendes Interesse des Künstlers. Dabei geht er weit über die üblichen Konventionen von Videoarbeiten hinaus, die für gewöhnlich im Dauerloop in einer Black Box zu sehen sind. Vielmehr nähern sich seine Installationen in ihrer räumlichen Strukturierung und ihrem zeitlichen Ablauf einer performativen Arbeit an und verweisen geradezu beiläufig auf die Nähe von Gerard Byrnes Videoschaffen zum Theater.

Inszenierte Geschichte
Wiederholt hat sich der Künstler mit historischen Ereignissen beschäftigt, die er in aufwendigen Inszenierungen und mit ironisch distanzierter Perspektive in die Gegenwart übersetzt und dabei zugleich kulturelle und gesellschaftliche Bedingungen offenlegt. Dabei handelt es sich beispielsweise um Interviews aus Playboy-Magazinen der 1960er und 1970er-Jahren, die als Grundlage für die raumgreifenden Installationen dienten. Wie in der documenta-Arbeit dekonstruiert der Künstler die der westlichen Kultur inhärenten patriarchalen Strukturen durch Fragen der Erotik, die allein von männlichen Protagonisten diskutiert werden.

Vom surrealistischen Zirkel über Zukunftsvisionen oder wirtschaftlichem und ökonomischem Zerfall bis zum Monster von Loch Ness: Gerard Byrnes multimediales Schaffen befragt im Grunde stets die Geschichte hinter den Geschichten.

1.1 Videobericht als Web-Movie
Sie können unsere Videos kostenlos mittels Embed-Code in Ihre Website einbinden. Regelmässiges und mehrmaliges Einbinden von art-tv Videos in eine andere Website als art-tv.ch bedarf unserer Zustimmung.

1.2 Web-Video auf Datenträger
Sie können einen unserer Web-Videos für 35.- Franken plus 5.- Handling auf einer CD bestellen. Es gelten dieselben Bestimmungen wie unter Punkt 1.1.

1.3 Videobericht hochauflösend
Möchten Sie den Bericht in Kinoqualität besitzen oder diesen weiterverarbeiten? Gerne erstellen wir für Sie eine Daten-DVD im gewünschten Format (MPG/DV o.ä.) für Fr. 250.- Franken. Ohne weitere Angaben erhalten Sie den Trailer im Formt DV Pal.

1.4 Kopie des Rohmaterials
In begründeten Fällen können wir Ihnen das gesamte Rohmaterial im gewünschten Format zur Verfügung stellen. Eine digitale Kopie kostet 280.- Franken*. Ist das Originalmaterial noch auf Digitalkassetten gespeichert kostet das Kopieren der ersten 100 Minuten (oder 2 DV-Bänder) insgesamt 280.- Franken, jede weitere Stunde derselben Produktion 50.- Franken*. Wünschen Sie ein anderes Format, oder haben Sie andere Fragen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

1.5 TV und Film
Für TV-Sender oder für Filmprojekte bestehen spezielle Regelungen, bitte kontaktieren Sie uns diesbezüglich. (+41 (0) 76 337 59 99)

Rechtliches
Der Bericht und das Videomaterial dürfen nur für den Eigenbedarf verwendet werden und nicht an Dritte abgegeben oder verkauft werden. Eine andere Einbindung in eine Website als über den Embed-Code ist u.U. kostenpflichtig. Die Tarife werden im Einzelfall ausgehandelt.

Preise exkl. MwSt

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